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Der Klimadeckel für Bienenbeuten verhindert die Bildung von Schimmel auf dem Wabenwerk. Hier erklärt Torben Schiffer die Funktionsweise des Klimadeckels und gibt Tipps zum Selberbau.


Hier sind alle Infobriefe des DIENSTLEISTUNGSZENTRUM LÄNDLICHER RAUM WESTERWALD-OSTEIFEL in Mayen aus dem Jahr 2018:

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 19 vom 10.08.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 18 vom 29.07.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 17 vom 20.07.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 16 vom 13.07.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 15 vom 29.06.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 14 vom 22.06.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 13 vom 15.06.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 12 vom 08.06.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 11 vom 01.06.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 10 vom 25.05.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 09 vom 18.05.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 08 vom 11.05.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 07 vom 04.05.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 06 vom 27.04.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 05 vom 20.04.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 04 vom 06.04.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 03 vom 23.03.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 02 vom 08.03.2018

Infobrief Bienen und Imkerei 2018 01 vom 19.01.2018

Das Projekt Bienenlehrpfad hat 100kg Honig geerntet, die ab sofort beim Bürgerbüro Egelsbach zu erwerben sind. Das 250ml Glas "Rathausgold" wird dort für 5.- €  angeboten.

Hier der Link zu einem Artikel bei op-online:

https://www.op-online.de/region/egelsbach/erste-honig-egelsbacher-bienenlehrpfads-geerntet-sofort-haben-10090424.html

Nach einem Update war ein dummer Fehler im Kontaktformular, den ich erst heute entdeckt habe.

Als nicht angemeldeter Benutzer dieser Seite war es nicht möglich, eine Kontaktanfrage abzuschicken.

Dies ist mir nicht aufgefallen, da es für angemeldete Nutzer ohne Probleme funktioniert hat.

Ich habe das Problem behoben und entschuldige mich bei allen, die erfolglos versucht haben eine Nachricht an unseren Verein zu schicken.

Euer Webmaster 😉

Passend zum veröffentlichten Vortrag von Lars Chittka, hier ein interessantes Video mit dem Titel: "Der Geist der Bienen"

Alexander Kluge und Lars Chittka

Bienen haben mehr Persönlichkeit als wir denken Bienen und ihre Gehirne sind weitaus älter als unsere eigene Spezies und die menschlichen Gehirne. Es gibt Bienen in den verschiedensten Weltteilen seit 200 Millionen Jahren.

Im Wissenschaftskolleg zu Berlin schreibt der Biologe Prof. Dr. Lars Chittka an seinem neuen Buch. Es heißt „Der Geist der Bienen“. Bienen sind keine biologischen Maschinen, wie manche glauben. Sie sind weit individueller als wir meinen.

Wie gelingt es ihnen mit ihren relativ kleinen Gehirnen (im Verhältnis zur Körpergröße) so exakt zu zählen, sich im Gelände zu orientieren, mit ihren Sinnen Zielgenauigkeiten zu erreichen, von denen wir Menschen nur träumen können? Wie kommt es zu der präzisen Kommunikation, die ihre Einzelgehirne perfekt zu einem Gehirn-Verbund mit äußerster Leistungskraft (vor allem in Notzeiten) zusammenschließt? Dabei haben die „Tanzsprachen“ der Bienenvölker, z.B. in Asien und in Europa, höchst verschiedene Dialekte. Man beobachtet, wie sie aus der zunächst babylonischen Sprachverwirrung, wenn man Mitglieder solcher Völker im Labor zusammenführt, rasch lernen und sich die verschiedenen Sprachen miteinander „übersetzen“.

Das kaiserliche Wappen Napoleons war die Biene: Sinnbild bürgerlich-revolutionärer Durchschlagskraft. Über solche Metaphern hinaus ist die Spiegelung unserer Intelligenz mit der ganz andersartigen Intelligenz der Bienen ein gewaltiges Forschungsfeld.

In der FAZ vom 17.06.2018 erschien ein Artikel über die Arbeit des Forschungsteams um Lars Chittka am Wissenschaftskolleg Berlin.

Hier sein überaus interessanter Vortrag zum Thema "Können Bienen denken?".

Der eigentliche Vortrag ist in deutsch und fängt ca. bei Position 8:35 an.

Lars Chittka – Können Bienen denken? from Wissenschaftskolleg zu Berlin on Vimeo.

Bienen haben ein vielfältiges Arsenal von sensorischen Fähigkeiten: Sie können nicht nur ultraviolettes Licht sehen, sondern auch die Schwingungsrichtung des Himmelslichts erfassen, elektrische und magnetische Felder detektieren sowie mit ihren Füßen schmecken. Lange wurde angenommen, dass eine feste Verdrahtung zwischen den Sinnesorganen der Biene und ihrem Verhaltensapparat besteht, sodass bestimmte Umweltreize zwangsläufig zu bestimmten Verhaltensweisen führen. Forschungen der letzten Jahrzehnte haben jedoch gezeigt, dass Bienen nicht nur ein detailliertes Gedächtnis haben, sondern auch Erinnerungen flexibel abrufen können, sogar mitten in der Nacht. Bei der Suche nach Blüten wissen die Bienen genau, nach welchen Merkmalen sie suchen. Hummeln können sogar einfache Werkzeuge gebrauchen. Bei schwierigen Entscheidungsprozessen zeigt sich, dass Bienen selbst zur Metakognition fähig sind. Einige Gelehrte diskutieren nun die Möglichkeit eines Bewusstseins bei Bienen. Dies wirft tiefgreifende Fragen bezüglich der Form des Bewusstseins auf, die dieses uns nur entfernt verwandte Wesen haben könnte.

Lars Chittka ist Professor of Sensory and Behavioural Ecology an der Queen Mary University of London. Für seine Arbeiten im Bereich der Neuroethologie, der Kognition und der Verhaltensökologie insbesondere von Honigbienen und Hummeln wurde er mit dem Royal Society Wolfson Research Merit Award, einer Advanced Fellowship des European Research Council und dem Lesley Goodman Award der Royal Entomological Society ausgezeichnet. Als Fellow des aktuellen Jahrgangs am Wissenschaftskolleg arbeitet er an einem Buch mit dem Titel Hive Mind: the Intelligence of Honeybees, Bumblebees and Their Relatives.

Mittwoch, 23.05.2018, Wissenschaftskolleg zu Berlin

Blattschneiderbiene

 

Die Luzerne-Blattschneiderbiene ist wie alle Blattschneiderbienen eine Solitär-Biene, aber sie wird, vor allem in den USA, in der Landwirtschaft sehr intensiv genutzt.

Sie dient der Bestäubung der Luzerne, das ist eine Pflanzenart aus der Gattung Schneckenklee (Medicago) in Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie wird als Vieh-Futter aber auch als Lebensmittel (Sprossen) genutzt (die Luzerne, nicht die Biene).

Hier der Link zum bienen.wiki Artikel zur Luzerne-Blattschneiderbiene.

Link zum Artikel bei wildbienen.de

Der Honigtau als Nahrung der Insekten
Gerhard Zoebelein
Aus dem Institut für angewandte Zoologie, München

Journal of Applied Emtomology, Jan/Dez. 1956
Zusammenfassung
Zahlreiche Insektenarten aus vielen Familien nutzen den Honigtau als Nahrungsquelle. Einige tun das obligatorisch, andere fakultativ. Ersteres gilt besonders für die Waldameisen, letzteres für die Imagines der Insektenparasiten: die entomophagen Schlupfwespen und Tachinen, sowie für die räuberischen Formen der Coccinelliden, Anthribiden und Syrphiden. — Im Tagesablauf ist der Honigtaubesuch der Insekten bei Physokermes piceae am Morgen und Abend am stärksten. — Die Honigtauernährung verlängert, teilweise um ein Vielfaches, die Lebensdauer mancher Insektenarten. — Bei Versuchen mit Microplectron fuscipennis Zett. und Nemeritis canescens Grav. ergab Aufnahme von Honigtau eine Zunahme der Zahl abgelegter Eier. — Honigtau verschiedener Erzeuger zeigt unterschiedlichen Nährwert. Saccharose, Glucose und Fructose erwiesen sich als die für Insekten wertvollsten Nahrungsbestandteile des Honigtaus. Melezitose zeigt schädigenden Einfluß.
Waldameisen der Formica rufa‐Gruppe (besonders F. major und minor) ernähren sich überwiegend von Honigtau. Insekten scheinen für sie nur Zukost zu sein. Die im Jahr von einem Nest eingetragene Honigtaumenge betrug bei Formica rufa rufo‐pratensis minor schätzungsweise 290 bis 320 kg Honigtau mit ca. 60–65 kg Zuckertrockensubstanz, bei F. rufa rufo‐pratensis major etwa 450–500 kg Honigtau mit ca. 90–100 kg Zuckertrockensubstanz. — Der Honigtaueintrag von Einzelstämmen betrug annähernd: Bei Kiefer im Jahr 70 kg, bei Fichte im Jahr 30 kg, bei Buche im Jahr 25–30 kg. Der Eintrag von Honigtau der Fichtenquirlschildlaus von einem Stamm betrug für Mai/Juni etwa 11 kg. — Von den zur Beobachtung gelangten Pflanzensaugern waren für die Ameisen folgende von Bedeutung: An Fichte: Cinaropsis piceae Panz. (z. T. auch Physokermes piceae Schrk., Cinaropsis cistata/viridescens im Frühjahr und Cinaropsis pruinosa Htg., im Sommer an Wurzeln); an Kiefer: Cinaria nuda Mordw. (z. T. Cinara pini L.); an Buche: Schizodryobius pallipes Htg., an Eiche: Lachnus roboris L.; an Weißdorn: Medoralis pomi Deg. (im Frühjahr auch Psylla crataegi Schrk.); im Hochgebirge: an Lärche: Cinara laricis Walk; an Arve: Cinara cembrae Chol., an Latsche: Cinara Neubergi Arnh.
Der Lausstammbesuch der Ameisen ist abhängig von Witterung und Wechsel des Honigtauangebotes in den Baumkronen. — Das Honigtauangebot beeinflußt das Straßennetz der Ameisenkolonien und seine Belaufsstärke. — Die Waldameisen verhindern den Honigtaubesuch artfremder Insekten auf den von ihnen besuchten Stämmen. Dabei kommt es zur Erbeutung zahlreicher Nützlinge. Von Ameisen besuchte Lausbäume werden von Bienen nicht oder nur ganz schwach beflogen. — Auf Schäden durch Honigtauerzeuger wird hingewiesen und festgestellt, daß die dem Walde durch die Saugtätigkeit der Homopteren entzogene Substanz am wirtschaftlichsten durch die Waldbienenweide nutzbar gemacht wird.
Im Haushalt der Biocönose des Waldes spielt der Honigtau als Nahrungsmittel zahlreicher Insekten eine übergeordnete Rolle. Der holzarten‐und unterwuchsreiche Mischwald gewährt ein optimales Honigtauangebot.

Für den süddeutschen Raum gibt es eine Webseite, die Prognosen und Informationen zur aktuellen Honigtauproduktion bereitstellt.

Zwar ist Hessen hier mal wieder nicht berücksichtigt, aber eine Tendenz ist doch zumindest abzuleiten.

Was ist eigentlich Honigtau bzw. die Waldtracht?

Honigtau und Waldhonig

Honigbienen sammeln gelegentlich Honigtau statt Nektar. Dieser stellt dann die Grundlage für verschiedene Honigsorten dar, die als Blatt-, Tannen- oder Waldhonige bezeichnet werden. Die Farbe und das Aroma dieser Honige variieren je nach Herkunft sehr stark, vor allem bei den von Tannen und Fichten stammenden Waldhonigen. Auch einige Hummelarten sammeln Honigtau.

Im Waldhonig ist immer ein gewisser Gehalt an der Zuckerart Melezitose vorhanden. Dies hängt vom Stoffwechsel des Wirtsbaumes (Phloemsaft) und der Fermentierung durch die verschiedenen Rindenlausarten ab. So steht z. B. die Gefleckte Lärchenrindenlaus (Cinara laricis) im Verdacht, besonders viel Melezitose zu erzeugen. Wenn der Anteil dieses Dreifachzuckers 10 bis 12 % überschreitet, kandiert der Honig schon im Honigraum des Bienenvolks (vom Boden der Wabenzelle aus). So kann er nicht mehr oder nur noch teilweise und mit deutlich erhöhtem Aufwand geerntet werden. Solcher Honig wird dann auch als Melezitosehonig oder Zementhonig bezeichnet.

Entdeckeln einer Bienenwabe mit dunklem Honig aus Honigtau

Heute ist Weltbienentag!

Daher wünsche ich nicht nur Schöne Pfingsten, sondern auch einen schönen Weltbienentag!

Hier noch ein Link zu WetterOnline:

Heute erster Weltbienentag

 

Da zum Thema Varroa-Befall und -Bekämpfung ja noch viel Informationsbedarf besteht, möchte ich hier das Faltblatt "Bayerisches Varroabekämpfungskonzept" herausgegeben von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau vorstellen.

Bitte beachten: Das Faltblatt ist doppelseitig, man kann es hier direkt herunterladen und z.B. doppelseitig ausdrucken.

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